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Willkommen in der Werkstatt an der Wehr!

Hand- und Kopfwerk, viel Bauchwerk; und Schrott der königlichen Lieferanten, der Werksbetriebe: Schlosser, Dengeler, schwarze Schmiede. Das Drive-In ist der Schrottplatz, mein Bazar. Damit fängt alles an. Manchmal finde ich einen massiven Block, der kann gut sein für ein Fundament; oder filigrane Stanzabfälle für einen Hauch von Luft. Immer braucht man Eisenrohre, Bandstähle und Bleche. Schön sind Halbzeuge: Räder, Zahnkranz, Sägeblatt. Man kann so wie so kaum genug haben von all dem.

Dann wird probiert. Zwei, drei Teile bilden die Basis. Die müssen zueinander passen und dürfen gern in der einen oder anderen Variante doppelt vorrätig sein. Ich weiß nicht genau, woher ich das habe, aber für Figuren, Stelen, Totems muss es oft ein Duo sein. Meist Yin und Yang. „Ebenso wie unsere Seele, welche Luft ist, uns mit ihrer Kraft zusammenhält, so umfasst auch den ganzen Kosmos Wind oder Atem […]“ soll schon Anaximenes gesagt haben; so ist es auch mit einem guten Paar Skulpturen: erst zusammen sind sie eins.

Daneben braucht es aber auch anderes Praktisches. Musik zum Beispiel. Ein Instrument. Ein Gedicht oder etwas Poesie. Ein Fahrrad, eine Wetterfahne. Ein freies Objekt oder eine Schale für das Obst. Die Liste kann lang sein. Manche Dinge brauchen Statik, andere Bewegung. Manche Dinge müssen die Zeit im Rost abbilden, manche in der Farbe. So geht es endlos. Und manchmal wird aus dem Freund der Gegner. Aber das ist ganz selten. Dafür bin ich sehr dankbar. So meint das Eisen Werkzeug zu sein, aber niemals Waffe.

Sehr verbunden mit mir ist auch Holz, Kohle und Asche. Daraus entstehen Skizzen und Zeichnungen, Collagen und Assemblagen. An Wahrnehmung und Achtsamkeit muss ich jeden Tag arbeiten.

Und alles ist Kunst. Weil: „Ja, ja, Kunst ist Mode.“ – und- „[…] ein Hut der nur auf meinen Kopf passt.“ – so, oder ähnlich formulierte es Kurt Schwitters über Merz-Kunst als dadaistisches Gesamtweltbild. Dem kann ich gut folgen.

Es geht also um nichts Geringeres als Das Wahre, Gute. Und Friede den Hütten!
Also lade ich Sie herzlich ein- zum Vergleich unserer Hutgrößen- in der Kiste mit Wunderbarem zu stöbern; natürlich, wenn auch nicht hier, wieder mit Musik; wir könnten auch einmal einen Abend mit angeregtem Gespräch verbringen; alternativ kann jeder seine eigene Zeitung lesen, dann bitte selber mitbringen. Am Feuerkorb, bevor wir das alles zur Flamme werden lassen.

Also noch einmal herzlich Willkommen!

Und lassen Sie uns eine gute Zeit haben!


Welcome to The Shed!

Working hand and head, much from the guts; and scrap-metal from the royal deliverers, the crafts enterprises: locksmith, scythe-maker, blacksmith. The Drive-In is the scrap-yard, my bazaar. This is how everything uses to start. Sometimes I find a massive block, good for a stand, or delicate punched pieces for a breeze of air. Always needed are tubes, shaped flat-steel and blank-sheets. Nice are semi-finished parts: wheels, geared rings, sawing-blades. You can’t have enough of these things.

Then it’s trial. Two or three pieces are providing the basis. They must match and it’s good to have them twice a kind. I don’t know why it is like this, but all the bodies, steles, totems often appear as a couple. Mostly Yin and Yang. “Like our soul, which is just atmosphere, keeps us together, so the whole cosmos is enfolded by wind or breath […]” yet to quote Anaximenes; like a good pair of sculptures: together they are a coherent one.

Beside it needs other useful essentials. Music for instance. An instrument. A poem or some poetry. A bicycle, a weather vane. A free object or a bowl for fruit. The list can be long. Some things have to be static, others need motion. Some pieces must show the time by rust, others by colour. Endless. Sometimes a friend becomes an opponent. But that’s seldom. And I’m grateful for that. So the iron means to be a tool but never a weapon.

Also very close to me is wood, coal and ashes. Thereof sketches and drawings are made, collage and assemblage. On consciousness and awareness I have to work every day.

And all is art. Cause: “Oh yes, art is fashionable.” – and – “A hat, that only fits to my head.” So or likewise Kurt Schwitters said once talking about Merz as a Dadaistic aspect of the whole world as an art object. A concept I could easily follow.

It’s about nothing minor as what is good and what is true. And peace to the sheds!
So I cordially invite you, to compare the size of our hats, to poke in the box of wonders, of course, even not here, again with music; if you like, we maybe could spend an evening with a lively discussion; alternatively either of us could read his own newspaper, this case, bring your own. At the fire-basket, before we leave it all to the Flame.

Once again, a hearty welcome!

And let us have a good time!

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