Bio

dee-miller-andersonGeboren und aufgewachsen in Linden in der Mitte des 20. Jahrhunderts A.D., hatte ich, wie alle Kinder, ein frühes kreatives Interesse, besonders für das Bauen von, je nach Stimmungslage, einfachen oder wilden Architekturen. Da wir damals glücklicherweise nicht all diesen vorfabrizierten Kram hatten, war alles, was ich finden konnte, mein Material. Es gab immer einen nicht mehr benötigten Schuhkarton, Holzreste oder irgendwas, und rostige Nägel, um meine Ideen für ein ideales Haus, oder eine Gruppe von Häusern für ein Dorf oder ein Stadtquartier zu verwirklichen. Das war der breite und ruhige Fluss, den ich zu Hause nannte.

Später, als die Dinge etwas grösser wurden, auch das Streben nach ein wenig mehr Abstand zu meinen Eltern, erweiterten sich die Abenteuer. Ich hatte mein eigenes Fahrrad um die Welt zu erkunden, oder ich nahm das Rad meines älteren Bruders, das ein bisschen beschwerlich zu fahren war, da es eigentlich nicht zu meiner Körpergröße passte. Aber man hatte das Gefühl erwachsener zu sein, was zu dieser Zeit nicht ganz unwichtig war.

Nicht weit weg gab es viele Industrieflächen und ein ausgedehnter Güterbahnhof war von besonderem Interesse. Dort konnte man alle Arten von Waren und jede Menge Schrott finden. Natürlich waren die Arbeiter oft nicht so begeistert über uns herumstreunende Kinder; nun ja, meistens betrachteten wir das als eigene Herausforderung, und es hatte nie schwerwiegende Konsequenzen, wenn wir geschnappt wurden.

An Regentagen war ich fasziniert von unserem alten Röhrenradio, das alle Informationen und Unterhaltung bot, die man sich vorstellen konnte. Ich war dem warmen Klang verfallen, wenn sie Musik spielten, und wenn es nichts gab was ich mochte, drehte ich solange am Senderknopf, wie ich auf der langen Welle irgendein verrücktes Signal aus der Welt bekommen konnte. All die Weiten und Schwingungen, all dieses Raunen und Geschwirr. Ich liebte das.

Wie Sie vielleicht erwartet haben, war die Schulzeit eine Art von Arbeit, die ohne viel Murren getan werden musste. Ich denke, wir alle müssen auf unserem Weg unsere Abmachungen einhalten. Auf der anderen Seite hatte man doch einige neue Kumpel, die man vorher nicht kannte.

Und plötzlich lag Musik in der Luft. Alle hörten Elvis Presley, Buddy Holly, Johnny and the Hurricanes und das ganze Zeugs, das man Rock’n Roll nannte. Mein Bruder hatte ein Moped und wurde zum Wehrdienst eingezogen; ich hatte auch eine Schwester in ungefähr seinem Alter, die man, mit ein paar Jungen herumhängend, in Milchbars finden konnte. Ich wundere mich immer noch, welche Art von Rauschmittel man dort bekommen konnte.

Nur ein paar Jahre später, fand ich mich selbst in Kneipen und Bars.

Nebenbei hatte ich eine Ausbildung als Vermesser und kam mit dem Kataster, das 3000 Jahre vor Christus in Ägypten aufgebaut wurde in Kontakt, mit Aristoteles und den ersten Weltkarten, die die Araber im 12. Jahrhundert nach Christus zeichneten. Gut, es gab auch schmutzige Arbeit. Später (… mal was ganz Anderes), bekam ich einen Job in einem Krankenhaus, wo ich viele Freunde fand, und dann studierte ich Architektur. Das war eine bemerkenswerte Zeit, wir pflegten die Kunst und die Theorie. Am Meisten beeinflusste mich Dada und alles, was damit verbunden, oder daraus entstanden ist. Dann kam es zu – ich würde es nennen – meinem Dreißigjährigen Krieg, in dem ich eine reguläre Arbeit als Angestellter in einer Landesbehörde leistete. Aber das muss man nicht weiter lobend erwähnen.

Immer noch irgendwie ein Kind, versuche ich jetzt zu meinen frühen Wurzeln zurückzukehren. Vielleicht manchmal nicht ganz ernst zu nehmen, aber, wie ich hoffe, auch nicht kindisch.


Born and raised in Linden in the middle of 20th century A.D., I had an early interest in being creative, like all kids, especially in things having to do with building architectures, simple or wild, depending on the mood of the day. As we luckily didn’t have all this today’s prefabriced stuff, I took whatever I could find for basic materials. So there was always a no longer needed cardboard shoebox, or pieces of wood or something, and rusty nails to make use of for my vision of an ideal house, or a couple of houses forming a village- or city neighborhood. This was the wide and quiet old river at home.

Later, when it came to something more real, like the ambition to put a little distance between me and my parents, the adventures expanded. I got my own bike to explore the world, or I took the one of my older brother, which was a little difficult to ride, because it’s size really didn’t fit to mine. But it had a more adult feeling, which wasn’t unimportant these days.

There were a lot of industrial areas nearby, and a spacious freightyard along the railroad track was particularly interesting. You could find all kinds of goods and any number of scrap there. Of course, the workmen often weren’t so keen about us kids strolling around; well, we normally took it as an extra challenge and it never had any hard consequences when we got caught.

On rainy days, I was fascinated of our old valve radio, which provided any information and entertainment one could imagine. I was addicted to the smooth sound when they played music, and when there was no stuff on air I liked, I turned the solid channel-selector, as long as I could get any weird signal from the world outside on long wave. All these amplitudes and swaying sounds, all this murmur and whirring. I loved that.

As you may have expected, schooldays were some work to be done without so much complaining. I think, we all have to make our deals on our way. But on the other hand you got a nice bunch of new pals you didn’t know before.

So, all of a sudden, music was in the air. Everybody listened to The King, Buddy Holly, Johnny and the Hurricanes and the whole kit and caboodle which was called Rock’n Roll. My brother had a motorbike and was going to serve in the army; I also had a sister of nearly his age, and you could find her hanging out with boys in milkbars. I’m still wondering about that kind of dope they could get there.

Only a few years later, I found myself in pubs and bars.

Beside, I did a professional training as a surveyor and became connected to the register of real estate set up around 3000 B.C. in Egypt, Aristoteles and the first world-map-making by the Arabs in 12th century A.D. Well, I had dirty work too. Then (… and now to something completely different) I got a job in a hospital, where I made a lot of friends, and later studied architecture. That was a remarkable time, we cared about making art and theories; most I was influenced by Dada and what is somehow connected to, or came out of that. Then it came to my personal – would name it – Thirty Years’ War, when I was working nine to five for the Federal State Authority. But this isn’t to mention anymore.

Still kinda child, I’m now trying to come back to my very early roots. Maybe sometimes kidding but not childish, I hope.